Liebe Kornburgerinnen und Kornburger,

 

derzeit ist es um die geplante Stromtrasse „Juraleitung“  etwas ruhiger geworden. Das Raumordnungsverfahren läuft. Wir hoffen, dass ein Großteil von Ihnen, seine Einwendungen bis Mitte Juli an die Raumordnungsbehörde weitergeleitet hat. Erste Ergebnisse seitens der Raumordnungsbehörde erwarten wir frühestens im Februar 2022. Um nach wie vor zu signalisieren, dass wir mit der geplanten Leitungsvariante, die einen Großteil der Kornburger Bevölkerung tangieren würde, nicht einverstanden sind, haben wir, die Bürgervereine Katzwang und Kornburg gemeinsam mit der BI-Allianz P53 Juraleitung einen Fragenkatalog entworfen und Interviews am 11.09.2021 mit Michael Frieser (MdB CSU) und Thomas Grämmer (SPD Kandidat für den Bundestag) geführt. Wie bereits auf den DEMO´s in Katzwang und Kornburg hat Michael Frieser nochmals ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass die Juraleitung, so wie sie eingereicht und projektiert ist, definitiv nicht kommen wird und dies insbesondere deshalb, weil seiner Meinung nach das gesamte Verfahren falsch ist. Thomas Grämmer hat erklärt, dass er den Bau der Leitung, deren Umsetzung im Januar 2021 von CDU/CSU, SPD und Grünen beschlossen wurde, nicht aufhalten kann, dass er sich jedoch für Mindestabstände einsetzen will. Beide Interview-Partner haben erklärt, dass sie sich künftig zudem dafür einsetzen wollen, dass bei derartigen Großprojekten, wie der Juraleitung oder auch IC-Werk, die Bevölkerung früher mit einbezogen wird und dass mehr Transparenz gewährleistet wird. Weiterhin haben beide bekräftigt, dass der Fokus auf magnetfeldfreie Leitungstechniken gelegt werden muss und dass es absolut unverständlich ist, warum nur eine Leitungsvariante vorgeschlagen und ins Raumordnungsverfahren eingebracht wurde.

 

 v.l. Sabine Knuhr, Gregor Rahmel, Michael Frieser, Martina Staufer, Kurt Oberholz

 

Die Interviews können Sie sich auch unter https://youtu.be/WqcvzhbHogg (Michael Frieser) und

https://youtu.be/uDlEU7Y0rMI (Thomas Grämmer) in voller Länge ansehen.

 

Die von den Politikern bekräftigte Unterstützung hat uns sehr gefreut, eine 100%ige Garantie, dass der geplante Leitungsverlauf nicht umgesetzt wird, ist jedoch noch nicht gegeben. Wir werden deshalb auch in den nächsten Wochen immer wieder mit entsprechenden Aktionen „LAUT“ gegen die geplante Leitung protestieren und hoffen auf Ihre Unterstützung durch Präsenz bei Veranstaltungen. Gerne nimmt der Bürgerverein auch Spenden hierzu entgegen, um entsprechend professionell vorgehen zu können. Hier sei auch nochmals ausdrücklich erwähnt, dass wir nicht grundsätzlich gegen diese bereits beschlossene Trasse vorgehen. Wir brauchen die Energiewende, doch diese kann nicht zu Lasten der Gesundheit der in Trassennähe lebenden Bevölkerung und der Natur umgesetzt werden. Unser Anspruch ist eine für alle verträgliche Lösung!

 

Treppenlift im Bürgertreff

 

Wir sind mit der WBG nach wie vor in Kontakt, aufgrund der Urlaubszeit konnte ein weiterer Vorort-Termin noch nicht stattfinden. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden, da es uns ein großes Anliegen ist, dass künftig auch Bürger mit Gehbehinderung guten Zugang zu Apotheke und Ärzten haben.